Mountain Bike Alpencross Juli 2008

Tagebuch über die Planung und Durchführung unseres Alpencross 2008

Nachdem wir nun im dritten Jahr regelmäßig Biken, soll die große Herausforderung angegangen werden. Wir wollen über die Alpen. Wir, dass sind Peter, Ingo, Thomas und Klaus.

Die Idee war natürlich schnell geboren, weil ein Alpencross so etwas wie der Ritterschlag für einen Biker ist. Aber so ohne Erfahrung und Training geht es nicht. Deshalb haben wir uns allmählich an das Thema rangearbeitet und sind in der ersten Zeit erst einmal rund um Berlin mit dem Bike unterwegs gewesen, waren im wunderschönen Schlaubetal (Endstromtal in der Nähe von Eisenhüttenstadt) und im Thüringer und Frankenwald.

Dann gab es die ersten Ausfahrten ins Allgäu. Unter dem Guiding von Klaus Stöhr (www.faszination-transalp.de) haben wir sowohl Fahrtechnikknowhow als auch Höhenmeter gesammelt. Klaus hat sich in vielerlei Hinsicht als wunderbarer Tourbegleiter und Ausbilder gezeigt. Einer der den MB Sport lebt und liebt!

Mit dem regelmäßigen Training und den Ausfahrten war uns bald klar, dass wir den Alpencross in Angriff nehmen wollten. Bücher wurden gewälzt, Tourenberichte gelesen, GPS Geräte angeschafft und die ersten Tourenvorschläge ausgearbeitet. Zwischendurch gab es dann eine 3 Tages Tour in der Schweiz unter "Realbedingungen". D.h. Regen, Sonne, verschlammte Trails, rutschige Feldplatten usw.. Insgesamt waren es alles wertvolle Erfahrungen, die uns anspornten, aber auch immer wieder zeigten, dass die Natur ansagt, wo es langgeht.

Nachdem wir uns für eine mittelschwere Tour von Ehrwald, via Landeck, Nauders, Reschenpass, durchs Vinschgau und übers Grauner Joch nach Andalo und zum Gardasee mit insgesamt ca. 10.300 hm und 410 km entschieden hatten ging es im Winter 07/08 an die konkrete Ausarbeitung und an das gezielte Training. Da jeder von uns normal arbeitet und mit Familie und Freunden planen muss, will die Zeit gut eingeteilt sein um ausreichend km und vor allem hm in den Beinen zu haben. Wir waren uns einige darüber, dass wir nicht nach dem dritten Tag ausgelaugt über die Trails schleichen wollen. Wir wollen eine entspannte Tour fahren, bei der wir körperlich in Anspruch genommen werden, aber immer auch das Erlebnis genießen können.

Hier um Berlin herum ist es schwer, Höhenmeter zu sammeln, wir können hier prima Feierabendrunden von 1,5-2,0 Std. und WE Touren von bis zu 6 Stunden fahren, aber Höhenmeter kommen dabei nicht zusammen. Deshalb war uns klar, das wir so oft es möglich ist, in die Berge fahren um die notwendigen Höhenmeter zu sammeln.

Der Plan war, hier in Berlin durch Feierabendrunden, Rollentraining und langen Ausfahrten am WE die Grundlagenausdauer herzustellen. Dazu so oft es machbar ist Technikeinheiten und Kraftausdauertraining an den Havelbergen einzubauen. Dazu sollten mehrer langen WE im Vinschgau und im Frankenwald dazu kommen, bei denen wir drei, vier Tage täglich zwischen 1000 und 2000 hm sammeln wollten um unseren Rhytmus für die Berge zu finden. Im Prinzip haben wir das auch ganz gut hinbekommen, leider nicht ganz so oft wie erhofft, aber trotzdem sind diese Erfahrungen klasse, weil es natürlich nicht nur Training, sondern auch Spaß macht, durch die Berge zu cruisen, Trails zu surfen, oder mal 1200 hm am Stück zu klettern.

In den 2 1/2 Jahren habe ich gelernt, dass Training nur dann Sinn macht, wenn es geplant und zielgerichtet stattfindet. Wildes drauflosbolzen und fahren am Limit oder im roten Bereich bringt einen nicht wirklich weiter, sorgt manchmal sogar für frustrierende Rückschläge. Erst als wir angefangen haben, Einheiten im 2er und 3er Rhytmus zu planen, d.h. 2 Tage mit zunehmender Belastung, Ruhetag, 3 Tage mit zunehmender Belastung, Ruhetag und denselben Rhytmus im Wochenverlauf umzusetzten haben wir uns nachhaltig verbessert. D.h. wir haben spürbar unsere Kondition und Kraftausdauer verbessert, sind aber auch nicht mehr so anfällig für Infektionen oder "Übertraining" geworden. Es macht also Sinn, sich mit Trainingslehre ebenso zu beschäftigen wie mit Tourenbüchern und Berichten. Ein gutes Zeichen war immer, dass wir zunehmend weniger von der Qualität unserer Bikes oder dem Zubehör abhängig wurden. Sind wir Anfangs noch mit den teuersten Hosen(polstern) oder mit den modernsten Griffen und Handschuhen unterwegs gewesen, sind wir mittlerweile weniger abhängig davon. Ich fahre inzwischen Handschuhe ohne jedes Polster und habe meine Ergogriffe abgeschraubt und gegen ganz normale Schraubgriffe getauscht. Bei den Bikehosen ist es mittlerweile egal, welche wir nehmen, Hauptsache sie ist angenehm zu tragen und sitzt gut.

Trotzdem achten wir sehr auf unsere Bikes und die angebauten Teile. Wir wollen natürlich nicht mit 14 Kilo schweren Humpen über die Alpen, aber haltbar sollen die Rahmen, Felgen, Reifen, Lager und Antriebsteile schon sein. Auch hier hat sich bewährt, dass wir alles früh genug unter härteren Bedingungen gefahren haben und so unsere eignen Erfahrungen mit den Parts gemacht haben.

Nun sind es noch gut 5 Wochen bis zum AlpenX und ich werde mal versuchen mehr oder weniger regelmäßig unsere Aktivitäten bis dahin festzuhalten. Vielleicht hat der ein oder andere von Euch ja noch eine schicke Idee, oder Kommentar dazu. Während des AlpenX will ich dann tgl unsere Erfahrungen schildern.

neuer Eintrag vom 15.06.08

heute bin ich alleine eine Trainingsrunde zum Teufelsberg gefahren. Die anderen sind unterwegs oder habe andere Verpflichtungen. Das Wetter ist perfekt. Nach wochenlanger Hitze hat es in den letzten Tagen endlich wieder etwas geregnet und die Wege sind deutlich leichter zu fahren, weil der Sand nun wieder festen Untergrund bietet. Die Temperatur am Morgen war bei 12 Grad, aber das ist zum biken prima. Entsprechend gut läuft es und ich muss immer wieder aufpassen, dass ich nicht zu schnell fahre. Der Puls zwischen 130 und 150 ist für mich prima, da fühl ich mich am wohlsten. Zum Ende der Tour häng ich noch einen Schlenker auf Asphalt dran, zum einen macht Ausrollen Sinn, zum anderen wollte ich mir noch eine neues Verbindungsstück für eine neue Tour anschauen. Hier noch die Beschreibung der heute gefahrenen Tour.

TEUFELSBERGRUNDE Knapp 80 Kilometer von Stahnsdorf zum Berliner Teufelsberg und zurück nach Stahnsdorf. Die Strecke startet an der Schleusenbrücke in Stahnsdorf, geht am Teltowkanal entlang bis zum ehemaligen Grenzübergang bei Teerofen. Dann für ca. einen Kilometer ein super schöner, flowiger Singeltrail. Von dort ein paar Kilometer auf dem alten Mauerweg bis nach Wannsee. Ein kurzes Stück bis zur Havelchausee und dort dann wieder rein in den Wald. Hier nehmen wir die Havelberge in guter alter Annette Humpe Manier ("die Havelberge hoch und runter)". Das sind tolle Forstwege, die sich prima fahren lassen. Dann am Teufelsee vorbei zum Teufelsberg. Der ist dann immerhin 120 Meter hoch und um auf ein paar Hohenmeter zu kommen, fahren wir in zwei drei Mal. Dann geht es auf flachen den Forstwegen wieder zurück, vorbei am Strandbad Wannsee und dann zum Löwendenkmal in Wannsee. Das waren dann ca 46 km und es gibt eine Pause. Wir starten wieder mit einem kurzes Stück an der Havel entlang, bis wir wieder nach links in den Wald abbiegen. Das ist ein ständiges hoch und runter bis wir am Schäferberg oben angekommen sind. Das kostet etwas Körner, weil die kurzen Anstiege knackig sind, oder durch weichen Sand führen. Dann geht es zurück zur Havel und ein kurzes Stück daran entlang bis wir an der Glieniker Brücke ankommen, von dort aus geht es zum Griebnitzsee noch mal etwas die "Berge" hoch und dann mehr oder weniger flach Richtung Ausgangspunkt. Je nach Wetter und Trainignszustand fahren wir die Tour mit einem 22iger, 23iger Schnitt. Also knapp 3 1/2 Std. reine Fahrzeit und immerhin ca. 550 hm.

GPS Daten liegen vor und können gerne erfragt werden. Einfach ein mail an berlin@sportreisen.de schicken. (die Daten gibt´s natürlich kostenlos).

neuer Eintrag zum 16.06.

Heute hab ich ein sehr schöne G1 Rolle vor und während des Länderspiels D-Ö absolviert. Einzug ins Viertelfinale durch ein super Tor von Ballack! Glückwunsch!

Eigentlich wollte ich nur 75 km rollen, aber dann lief es so gut, dass ich aus Solidarität zu unseren Jungs auch noch etwas mit geschwitz habe und am Ende waren es dann wieder mal 100 km in 02:05:24 bei einem durchschn. Puls von 122. Das ist ein ordentlich flotter Schnitt im G1 Bereich. Die Rolle ist optimal für solche Anlässe, der Trainingsplan wird nicht durcheinander geworfen und man kann trotzdem noch Fussi gucken!
 

neuer Eintrag am 17.6. Einsatz von GPS

Heute ist trainingsfrei und deshalb ein kurzer Eintrag zum Einsatz von GPS Geräten bei Tages- und Mehrtagestouren. Ähnlich wie beim Autofahren zeigt das GPS einem auf der Biketour, ob man auf dem richtigen Weg ist, oder ob man sich verfahren hat. Gleich vorweg, ich bin mittlerweile ein großer Fan dieses Hilfsmittels. Es unterstützt einen auf der Tour indem es die Sicherheit gibt auf dem richtigen Weg zu sein und das angestrebte Etappenziel unter normalen Umständen rechtzeitig zu erreichen. Bei kurzen Touren in der näheren Umgebung mag das noch nicht als besonders wichtig erscheinen, aber ich hatte einmal ein Schlüsselerlebnis auf einer 3 Tages Tour in Österreich und der Schweiz. Am zweiten Tage waren Stefan, Bernd und ich auf dem Weg zur Heidelberger Hütte und wir waren schon ca 7 Stunden unterwegs, als wir zu einem längeren Schiebestück kamen. Nachdem wir ein Stunde geschoben hatten und uns an einer Gabelung für eine Richtung entscheiden mussten hatten wir alle schon ziemlich die Nase voll und wollten eigentlich nur noch die Hütte erreichen. Unter normalen Umständen hatten wir noch ca 1 Std vor uns. Die Sonne war längst untergegangen und wir wussten, dass es in ca. 1,5  Std dunkel werden würde. Nachdem wir ca 20 Minuten geschoben hatten, sagte Bernd plötzlich: "ich glaube wir sind falsch". Dieser Satz war zum einen frustrierend, zum einen zeigt er, wie schnell man auf einer scheinbar unproblematischen Tour in Verlegenheit kommen kann. Zum anderen verunsichert er total. Wir waren ko durch die lange Tour und durch diese Äußerung kam so viel Verunsicherung auf, dass ich mir geschworen habe, dass mir so etwas nicht noch einmal passiert. Schlußendlich waren wir dann doch auf dem richtigen Weg gewesen, aber die 15 Minuten bis zum nächsten Wegweiser waren kein wirklicher Spaß.

Grundsätzlich ist das GPS ein Hilfsmittel zur Orientierung. Es ist als Ergänzung zu den üblichen Papierkarten einzusetzten. Folgende vier Punkte sind für mich besonders wichtig geworden.

1. vor einer Tour spielt man einen sogenannten Track auf das GPS, der die gesamte Tour auf dem Bildschirm abbildet. Gleichzeitig bekommt man seine eigene aktuelle Position permanent angezeigt. Befindet man sich genau auf dem richtigen Weg sind Track und eigene Position deckungsgleich. Hat man sich verfahren, sieht man die eigene Position neben dem Track und kann korrigieren. So hat man ständig die Bestätigung, dass man auf Kurs ist. Außerdem entfallen die lästigen Stopps an Kreuzungen oder Weggabelungen, an denen man entscheiden muss, wie es weitergeht. Man radelt einfach der Spur im GPS nach. Das spart Zeit die man bei Touren manchmal nicht hat (siehe Beispiel oben) und man bleibt im Rhythmus, weil man nicht an jeder Gabelung anhalten muss, die Papierkarte rauszerrt um zu entscheiden wo es langgeht. Man fährt, als ob man die Tour in und auswendig kennt.

2. Thema Sicherheit. Passiert ein Unfall, kann man auf dem GPS die exakte Position in Längen- und Breitengrad ablesen und dem Rettungsdienst per Handy mitteilen, die Rettungsdienste arbeiten alle auch mit GPS. Sie geben die Koordinaten in ihr eigenes GPS ein und haben damit die Position des Verunfallten auf ihrem Gerät. Mit der GOTO Funktion machen sie sich auf den Weg; das spart enorm viel Zeit! Oder kommt man z.B. in schlechtes Wetter und muss die Tour abbrechen oder umplanen, kann man mit dem GPS eine Alternativroute hochladen, oder am GPS ständig überprüfen, ob man die gewählte Abkürzung immer noch korrekt einhält.

3. Dokumentation. Während der Fahrt kann man das GPS die gefahrene Tour aufzeichnen lassen. So dokumentiert man "seine" Tour und kann später genau nachlesen, wie viel Höhenmeter man zurückgelegt hat, wo der steilste Anstieg war, wo man eine schöne Hütte gefunden hat, welche Durchschnittsgeschwindigkeit man gefahren hat etc.. Kaum eine relevante Größe, die man nachher nicht nachlesen kann. Dazu kann man die Tour als Google Earth Track abspeichern und dann den Freunden stolz bei Google Earth zeigen wo man geradlt ist. Wer mag, kann dann auch noch Fotos hinterlegen und so eine tolles Archiv anlegen.

4. durch die notwendige Planung setzt man sich sehr intensiv mit der Tour auseinander, die man fahren möchte. Man weiß genau, wie viel Höhenmeter vor einem liegen, wie viele Kilometer man sich von Hütten oder Orten entfernt hat, oder man erkennt schon bei der Planung, wo knifflige Stellen sind, die es zu beachten gilt. Man kann sich schon im Vorfeld Abkürzungen oder Notausstiege anschauen und planen. Das kann man alles auch mit Papierkarten, aber bei elektronischen Karten ist das alles sehr viel transparenter,einfacher und man kann schneller mehr Optionen durchspielen. Auf die Papierkarte übertragen tut man die Tour dann, wenn man sich tatsächlich sicher ist, die endgültige Variante gefunden zu haben.
 
 

Ein paar Punkte sollte man beim Einsatz von GPS beachten.

Wichtig ist der Empfänger, je hochwertiger desto besser. So empfängt das Gerät auch im dichten Laubwald oder in engen Tälern immer noch genügend Signale um die Position genau zu bestimmen. Tourenplangsprogramm und digitale Karten für den PC. Nur dann kann man die Viefalt der Möglichkeiten ausschöpfen. Auf das GPS kommt am Ende eigentlich nur das Ergebnis stundenlanger Vorarbeit. GPS Geräte sind von Hause aus mit einer Basiskarte bestückt. Sie zeigt große Ort, Landstraßen und Autobahnen, aber natürlich keine Forst- Wander- oder Bikewege. Topographische Detailkarten für das Gerät können zusätzlich aufgespielt werden. Je nach Qualität zeigen sie nahezu jeden Bachlauf, Wanderweg und jede Wegkreuzung. Das hilft enorm. Zu guter letzt sollte das GPS vernünftige Speichermöglichkeit bieten, um bei Mehrtagestouren alle Tagesetappen vorrätig zu haben. Bei heutigem Standard wird das mit zusätzlich einlegbaren Speicherkarte realisiert. Aber Achtung, nicht alle aktuellen Geräte haben diese Option.
Kaum ein Hersteller gibt die Möglichkeit Touren mit Richtungspfeilen zu versehen, das ist manchmal ärgerlich, weil man bei Rundkursen oft nicht klar erkennen kann wie rum zu fahren ist. Da hat es sich bewährt, die Tour in zwei Hälften aufzuteilen und die Hintour in rot und die Rücktour z.B. in blau anzeigen zu lassen.

nachdem man vier, fünf Touren in bekanntem Gebiet mit dem GPS "trainiert" hat, ist man fit und kann das Gerät sinnvoll einsezten. Fragen zu diesem Thema gerne als Mail an berlin[Klammeraffe]sportreisen[Punkt]de

Neuer Eintrag am 18.06.

Heute ist der Anfang einer 3 Tage Einheit. Es fängt mit einer lockeren G1 Rolle an. Dann folgen zwei Tage auf dem Mountainbike mit unserer klassischen Feierabendrunde. Gut zwei Stunden werden wir dann unterwegs sein und jeweils 50 km geradelt sein. Die Belastung soll im Laufe der drei Tage ansteigen. Heute waren es 75 km auf der Rolle in 01:37. Das ist nicht sonderlich flott, aber darum ging es heute auch nicht. Morgen geht´s weiter.
 

Neuer Eintrag am 19.6.

Noch 4 Wochen, dann geht es los! Alle sind gesund und fit. Nächstes Wochenende geht es in den Frankenwald um drei Tage am Stück zu biken. Heute stand unsere beliebte Feierabendrunde zum Löwen an. Zusammen mit Thomas war ich super schön unterwegs. Hier die Beschreibung der Runde: heute sind ca 24 Grad, es hat ein bisschen geregnet und die Trails sind schön fest. Während der Tour tröpfelt es ab und zu etwas, aber nicht weiter dramatisch.

Ach ja, super Fussi gestern Abend, wer hätte gedacht, dass unsere Jungs die starken Portugiesen derart cool aus dem Turnier kegeln! Glückwunsch!!!! Dickes Lob an die Trainer, die mit der Aufstellung der Doppel 6 alles richtig gemacht haben. Hat das Spaß gemacht, Poldi, Schweini und Ballack beim Wirbeln zu zu gucken!

Jetzt aber:

Sie dauert immer etwas mehr als zwei Stunden, je nach dem, welchen Schlenker wir dranhängen oder weglassen. Wir mögen sie deshalb alle so, weil sie sich aus unserer allerersten Runde entwickelt hat, die wir mit den Bikes gefahren sind. Anfangs hatte sie nur 20km, dann 30 und nun eben die besagten 50-55 km.

Es geht wieder an der Schleusenbrücke los und gleich durch den Wald nach Teerofen zum ehemaligen Grenzübergang. Nach wie vor erkennt man hier die alten Grenzanlagen der deutsch deutschen Grenze und ich bin bei meinen allerersten Berlinbesuchen auch noch über diesen Übergang nach Berlin reingefahren. Dann kam recht bald der Übergang Dreilinden, den die meisten von uns kennen, wenn sie von Westdeutschland nach Berlin kamen. Gleich nachdem wir den Teltowkanal überquert haben geht es wieder auf meinen Lieblingstrail auf dieser Strecke. Schöne langezogene Kurven, etwas wellig, aber immer mit viel Druck auf dem Pedal zu fahren. Nur Wildschweine dürfen einem nicht in die Quere kommen. Dann ein Stück auf dem Berliner Mauerweg und ein kurzes Stück quer zurück Richtung Potsdam zur Friedrich Prinz Leopold Brück, die uns an den Griebnitzsee bringt. Hier haben wir wieder eine leichte Steigung und schöne breite Forstwege zum entspannten langbrettern. Am Ende des Griebnitzsees ist man dann auch schon fast an der Glienicker Brücke. Kurz davor biegen wir nach rechts zur Havel ab und fahren ca 8 km an der Havel entlang, wobei wir immer mal wieder einen kurzen Abstecher in den Wald machen um nicht nur flach zu fahren. Der Wendepunkt der Tour ist dann beim "Seehasen" gegenüber vom Strandbad Wannsee. Bekannt auch durch das Löwendenkmal. Hier gibt es eine kurze Pause und wir waren zwischen 01:03 und 01:10 Std. unterwegs. Der Schnitt liegt zwischen 23,5 und 26 km/h. Das ist schon recht flott, dafür das kaum Asphalt dabei ist und es immer wellig voran geht. Der Rückweg geht erst einmal wieder an der Havel zurück zur Glienicker Brücke, dort dann wieder am Griebnitzsee entlang zum Prinz Leopold Kanal. Kurz danach überqueren wir wieder den Teltowkanal um durch den Wald mit super schönen Trails bis zur Autobahnbrücke zu kommen. Dort muss dann immer der innere Schweinehund überwunden werden, weil es eine schicke Abkürzung gibt, die uns gleich auf das Schlussstück bringen würde, oder aber noch mal ein schöner Schlenker durch den Wald, zwischen traumhaft schönen Kornfeldern durch und dann am weltbekannten Südwestfriedhof (u.a. Zille, Siemens, etc liegen da) etnlang um dort dann auf das Schlussstück zu kommen. Es führt zwischen den Friedhöfen auf einem Singletrail hindurch. Er ist so flowig, leicht ansteigend mit super festem Boden, so dass man noch mal richtig Vollgas gibt und am Ende quasi aus dem Wald herausgeschossen kommt. Klasse. Am Schluss geht es dann wieder runter Richtung Autobahn, am Teltowkanal auf einem flotten Trail bis zur Schleussenbrücke. Das waren dann insgesamt ca 50 Kilometer und zwischen 01:57 und 02:10 Std. 

 

neuer Eintrag am 21.06.08

heute war zum Abschluss des 3er Pakets noch mal die Wannseerunde dran. Das Wetter ist perfekt, ca. 22 Grad, am Vormittag hat es leicht geregnet, dadurch ist der Boden noch fester und griffiger. Ich hab mich schon im Laufe des Tages entschieden, die Wannseerunde mal ganz flach gefahren. Ich wollte keinen hohen Puls fahren und mgl gleichmäßig ein recht konstantes Tempo zu fahren ohne an den Hügeln all zu sehr in den hohen Pulsbereich zu kommen. Das hab ich dann auch geschafft und zu keiner Zeit stieg der Puls über 158. Im Durchschnitt waren es dann nachher 138 / min.. Insgesamt ging es locker und nachher war es dann doch wieder ein guter 25,6er Schnitt. Am Samstag ist Pause und am Sonntag wollen wir wieder den Teufelsberg knacken.

neuer Eintrag am 22.06.08

Thomas wollte heute noch mal die Teufelsbergrunde fahren und weil ich die Tour mit dem GPS neu aufzeichenen wollte, weil sich ein paar neue interessante Schlenker ergeben haben war mir das ganz recht. Außerdem ist es eine wirkliche tolle Runde, die alles bietet.    
Wir sind um halb neun losgefahren und hatten tolle Temperaturen und im schattigen Wald lief es prima auf dem festen Boden. Wir hatten uns vorgenommen, mgl gleichmäßig und immer im angenehmen Pulsbereich zu fahren. Es ging darum die Belastung niedrig zu halten und trotzdem 3-4 Std flott unterwegs zu sein. Wir haben an den Steigungen nicht Vollgas gegeben und sind zwar immer mit Druck auf dem Pedal, aber nicht mit max Druck gefahren. Wir müssen uns dazu immer wieder zwingen, weil die Bikes eigentlich immer schneller vorwärts wollen. Aber es hat super geklappt und wir hatten den Teufelsberg nach 1 1/2 Std erreicht. Dann sind wir den Berg selbst wieder zwei mal gefahren, was sowohl die Fahrtechnik, als auch die Kraft geschult hat. Es geht auf einem schmalen Trail steil bergauf. Kurz vorher haben wir einen Schlenker zum Kletterfelsen gemacht an dem schon ca. 10 Kletterer aktiv waren. Eine tolle Einrichtung in Berlin, an dem Kletterfreunde alle mgl Schwierígkeitsgrade klettern können. Wir haben uns auf den Rückweg gemacht und der gleichmäßige Rythmus hat sich sofort bezahlt gemacht, wir hatten beide das Gefühl mehr Kraft und bessere Konzentration zu haben und sind flott bis zum Löwen gerollt. Auf dem Weg dahin geht es immer mal wieder ein Stück über Asphalt und es macht Spaß, mit dem Bike die Rennradlfahrer zu überholen. Kurze Pause am Löwen und dann ging es wirklich mit gut Kraft noch mal hoch zum Schäferberg. Hier spürten wir besonders, dass wir mit der Kraft besser gehaushaltet hatten. Super! Am Ende hatten wir in 03:21 insgesamt 73 km und 500 hm geschafft, das ist ziemlich genau ein 22iger Schnitt war, das ist besser als der Schnitt, den wir erreicht haben, als wir am Anfang richtig Gas gegeben haben und uns an den Bergen richtig ausgepowert hatten! Also stetig, gleichmäßig und immer mit gut Druck auf dem Pedal ist auf lange Sicht ökonomischer, als immer am Limit und dann auf den letzten Kilometern einzubrechen. In diesem Sinne viel Spaß bei der nächsten Tour!
 

Neuer Eintrag am 30.06.

einige Tage konnte ich keinen Eintrag vornehmen, zum einen, weil es nichts zu sagen gab, zum anderen, weil wir seit Donnerstag Abend im Frankenwald zum Training waren. Nun hier die Zusammenfassung der letzten drei Tage.

Der Frankenwald bietet insgesamt 7 gut ausgeschilderte Touren für die es mittlerweile auch GPS Daten gibt. Alle Touren haben mind. mittleren Anspruch, lassen sich aber ohne Probleme durch Kombination zu schweren bis sehr schweren Touren zusammen stellen. Jeder der denkt, der Frankenwald ist doch nur ein Mittelgebirge mit max 850 Meter hohen Bergen sollte sich nicht täuschen lassen. Die Touren sind wirklich anspruchsvoll und bieten neben richtig steilen Anstiegen auch schöne Singletrails und tolle Teilstrecken zum Cruisen. Schaut dazu auch die Bildergallerie "Frankenwald", wenn´s klappt laden wir auch noch ein, zwei Videos hoch.

Donnerstag Abend ging es gegen 18 Uhr in 2 1/2 Stunden von Berlin nach Schwarzenbach am Wald. Dort wohnen wir immer sehr familiär in einer kleinen Wohnung bei Familie Weber. Wer dazu mal die Daten braucht, kann sich gerne melden. Wir waren fast in kompletter Alpentour Stärke vertreten. Ingo, Thomas und Klaus.


Wir hatten uns dafür entschieden am ersten Tag die leichteste der schweren Touren zu fahren und am Samstag und Sonntag die beiden schweren Touren. So stand am Freitag die Tour durchs Steinachtal auf dem Programm, am Samstag die Rodachtalrunde und am Sonntag ging es zum Döbraberg. Für den Freitag waren es 38 km mit 1228 hm. Am Samtag 48 km mit 1528 hm und am Sonntag 51 km mit 1507 hm.

Der Freitag fing gleich mit einem Platten an. Mein Tubless System hat nach nur 8 Wochen an Dichtigkeit verloren und hielt die Luft nicht mehr. Zum Glück muss man nur einen Schlauch einziehen und kann dann ganz normal weiter fahren, also kein großes Drama, nur gleich mal 15 Minuten Zeitverlust. Wir ließen es locker angehen und kam gut voran. Kalkuliert war ein 11,5 bis 12,5 Schnitt, am Ende haben wir es auf 14,03 gebracht, was vor allem dem guten und trockenen Boden zu verdanken war. Wir kennen den Frankwald auch mit zähem Geläuf! Die Tour selbst ist klasse, vor allem durch das Steinachtal hat man tolle Landschaft mit schönen Eindrücken. Das die Tour gleich mit einem extrem steilen Anstieg starten sollte hatten wir nicht erwartet. Wie sich zeigen sollte, verfolgte uns dieses Ungemach aber das ganze Wochenende. Für Thomas und mich war die Runde recht locker zu fahren, wir waren gut vorbereitet und spürten, dass die Trainingsfahrten rund um Berlin erfolgreich waren. Ingo bekam Rückenschmerzen, weil er sonst wenig mit Rucksack fährt. Für ihn war es zäh, weil er viel Spinning und Laufen trainiert hat, aber wenig auf dem Bike unterwegs war. Dadurch fehlte ihm die bikespezifische Belastung und er verkrampfte, was doppelte Kraft fordert. Am Ende der Tour war er ko aber froh, dass er durchgehalten hat.

Am Samstag sollte es durchs Tal der wilden Rodach gehen. Beim Frühstück hat Ingo erklärt, dass er nicht mitfahren kann, weil die Rückenschmerzen über Nacht extrem stark wurden und dass er auch nicht glaubt, die Transalp mitfahren zu können. Wir waren ganz schön geplättet, weil wir damit nicht gerechnet hatten und auch immer davon ausgegangen sind, das Ingo von uns allen die meiste Kondition hat, da er schon jahrelang Ausdauer trainiert und auch ansonsten sehr bewusst und sportorientiert lebt. Aber unter Schmerzen zu fahren macht natürlich keinen Sinn und wenn der Kopf sagt es geht nicht, dann ist nicht mehr viel zu machen. So sind Thomas und ich alleine losgezogen und haben uns den Einstieg zur Rodachtal Runde gesucht. Eine kleine Schneise zwischen den Büschen sollte es sein, von wo aus es gleich mit 18-20% auf einem schmalen wurzeldurchwachsenen Singletrail los ging. Das ist natürlich ein harter Anfang und nach der Hälfte des Anstiegs war dann auch erst mal Schluss, die Absätze wurden so hoch, dass wir fahrtechnisch nicht mehr mit kamen. Ohne Kenntnis der Strecke glaube ich, dass dieser Trail nur von wenigen Hobbyfahrern zu knacken ist und auch wenn man ihn kennt braucht es eine Menge Technik und Kraft um ganz durch zu fahren. Wir schoben also einige Meter, bis es fahrbarer wurde und kletterten dann die restlich Höhenmeter im kleinen Gang nach oben. Dann rollte es gut, wobei es eigentlich den ganzen Tag bergauf ging, kurzen Abfahrten folgten immer sofort wieder Anstiege, mal langgezogen, mal kurz und knackig. Aber genau so hatten wir uns das ja auch vorgestellt und zum Training war es genau richtig. Wie am Vortag haben wir die Pause nach mehr als der Hälfte der Strecke gelegt, so dass wir nach der Pause nur noch das kürzere Ende zu fahren hatten. Auf den letzten 10 km gab es noch mal einen längeren gleichmäßig steilen Anstieg mit einer rasanten Abfahrt über einen Forstweg und ein schönes welliges Abschlussstück bis zum finalen Trail durch schlammigen Lehm. Entsprechend sahen die Bikes nachher aus. Na ja, dass ist Mountainbiken. Die Tour ist echt knackig, hat aber viel Spaß gemacht und mit 13,5 Std/km hatten wir auch einen guten Schnitt gefahren, der unsere Kräfte geschont hat und trotzdem für gleichmäßiges Vorankommen sorgte.

Am Sonntag Morgen war Ingo gut erholt und traute sich zu, die Abschlusstour wieder mit zu fahren. Eine gute Entscheidung, wie sich im Laufe der Tour zeigen sollte. Rund um den Döbraberg konnten wir von der Haustür aus starten und sind, logischer Weise gleich mal mit einem knackigen Anstieg auf den 850 Meter hohen Berg in die Tour eingestiegen. Dieses Mal sind wir am Stück durchgefahren um dann fast 300 hm bergab zu verbraten. An einer Abzweigung konnten wir es nicht lassen und haben einen Abstecher durch den Döbra Fun Trail gemacht. Das ist ein Bikepark mit künstlich angelegten Schwierigkeiten, die technisch ganz schön anspruchsvoll sind. Neben einem technischen Bergabtrail müssen Brücken überwunden werden, Holzstege entlang gefahren werden, auf welligem Terrain enge Kurven gefahren werden, Spitzkehren trainiert werden usw. Es macht richtig Spaß und schult ungemein, eigentlich sollte man so etwas viel öfter machen.


Danach rollte die Tour durch super schöne Täler dahin, ein Schlenker nach dem anderen, immer wieder über einen Bergrücken ins nächste Tal, gleichmäßige Anstiege mit 10-15%, sanfte Abfahrten, es war total entspannt. Thomas hat Ingo noch ein paar Tipps zum entspannten Fahren, Schalten und Klettern gegeben und so war es auch für ihn eine entspannte Tour. Die Mittagspause im Gasthof Fels war dann der Hit. Als ob die ganze weibliche Belegschaft seit Wochen keinen Mann mehr gesehen hat, haben sie sich auf Ingo und Thomas gestürzt. Die Angebot waren eindeutig, aber die beiden blieben standhaft, wir wollten ja zum EM Finale pünktlich wieder in Berlin sein. Die ersten 32 km waren also total entspannt, die zweite Hälfte mit noch einmal 20 km hatte es dann wieder in sich. Wie nicht anders zu erwarten, ging es mit einem steilen Anstieg von 16-20% los und nicht nur 50 hm, sondern ein ganzes Stück. Und dann immer zogen sich die Anstiege ganz schön. Gut, dass wir mit unseren Kräften gehaushaltet hatten und so wurde es kein Krampf, aber doch fordernd. Die letzten drei Kilometer sind wir dann über Asphalt flott ausgerollt, das hat nochmal richtig Spaß gemacht, mit 30-35 km/h leicht ansteigend zu flitzen. Bei bestem Sonntagswetter hatten wir an diesem Tag 1500 hm und 52 km bewältigt, der Schnitt lag bei 13,4 km/Std.

Pünktlich zum Finale waren wir dann zuhause und mussten leider miterleben, wie unsere Mannschaft gegen starke Spanier verloren hat. Die Jungs haben trotzdem allen Respekt verdient. Finalteilnehmer bei einer der stärksten Europameisterschaften ist schon ein Wort!

Für uns waren die drei Tourentage ebenfalls ein Erfolg. Wir wollten testen, ob wir drei Tage hintereinander durchhalten und ob wir in der Lage sind, mit unseren Kräften so zu haushalten, dass wir problemlos weiterfahren könnten. Bei Thomas und mir ist es voll aufgegangen, Ingo muss versuchen in den verbleibenden 3 Wochen so viel wie mgl zu biken um die bikespezifische Belastung zu trainieren. Dann klappt es auch mit dem Alpen X.


Was haben wir noch gelernt? In der Ruhe liegt die Kraft. Mehrtagestouren werden am Ende entschieden. Ein gleichmäßiger Ryhtmus mit gleichmäßigem Puls ist der Schlüssel zum Erfolg. 60-75% der max Belastung sollte nicht überschritten werden, kurze steile Stücke sind ok, wenn man danach rollen kann. Ansonsten schiebt man lieber mal ein steiles Stück. Die Fahrtechnik. Sie beschränkt sich nicht nur auf ruhiges sichers fahren in technischem Gelände, sondern zeigt sich auch bei der Wahl der Gänge. Der Widerstand ist so zu wählen, dass man auf rollenden Stücken locker leicht tritt, immer etwas Druck auf dem Pedal, aber nicht zu viel, auch wenn es bergab geht mitdrehten, dass lockert die Muskulatur. Bei kniffligen Anstiegen nicht sofort auf den leichtesten Gang gehen, ein Ritzel kleiner und man fährt ruhgiger und treibt den Puls nicht durch hektisches kurbeln nach oben. Am besten man spricht es sich selbst vor: "ruhig Brauner, ruhig". Und immer auf den Puls achten. Je nach Leistungsstand zwischen 130 und 145, dann geht es stundenlang dahin. Pausen, das GPS hilft, die nervigen kurzen Pausen abzustellen, man bleibt in Fahrt, trinkt während der Fahrt aus der Trinkblase oder Flasche und macht wenige definierte Pausen zum pinkeln und für einen kurzen Happen. Dadurch behält man seinen Rhytmus und wird außerdem nicht kalt. Eine richtige Mittagspause nach ca 60% der Strecke ist optimal. Dann sind die Kohlehydratspeicher eh leer und müssen nachgefüllt werden und man hat nach der Pause "nur" noch die kürzere Teiletappe vor sich. Locker bleiben. Der Kopf kann einem einen dicken Strich durch die Rechnung machen. Verkrampfung zieht einem die Kraft aus den Waden. Ein Tag Pause ist keine Schande und danach geht es wieder locker weiter. Nach heutiger Erkenntnis waren diese drei Tagen ein super Leistungscheck und ich habe ein gutes Gefühl, dass wir die Alpen knacken werden!

Wie immer haben wir die Touren mit GPS aufgezeichnet und stellen die Daten gerne zur Verfügung. Einfach eine Mail an berlin@sportreisen.de und nach den Touren fragen. Eindrücke von den Touren gibt es in der Bildergallerie Frankenwald
 

Neuer Eintrag am 04.07.

schlechte Nachrichten für die Mountain Bike Crew Berlin. Einer unserer Mitfahrer muss die Tourteilnahme absagen. Ingo und ich haben heute im Gespräch beschlossen, dass es besser ist, wenn er seine 1. Alpenüberquerung noch einmal verschiebt. Die Gründe dafür sind recht schnell erklärt. Durch Zeitmangel konnte Ingo nicht ausreichend viel auf dem Bike trainieren. Da er an sich der am besten ausgebildetet Ausdauersportler von uns ist, sind wir alle davon ausgegangen, dass er mit weniger Bikervorbereitung die Tour schaffen kann. Nun hat das vergangene Wochenende im Frankenwald aber gezeigt, dass die bikespezifische Belastung doch ausgiebig trainiert werden muss, um für eine Mehrtagestour genügend Reserven und Kraft zu haben. Die fehlende Praxis führt auch bei der Fahrtechnik zu Defiziten, die in kritischen Situationen zu Verkrampfungen führt was dann wiederum an den Kräften zehrt. Da Ingo ein Vollblutsportler ist, wollte er das Team nicht durch verstärkte Rücksichtnahme auf sein Tempo und seine Kraft zusätzlich belasten. Aus diesem Grund haben wir uns auf weitere gemeinsame Touren rund um Berlin und im Herbst im Vinschgau oder Frankenwald verabredet, damit wir im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen können. Es ist sicher eine schwere Entscheidung gewesen, aber wir denken alle, dass es sowohl für das Team, als auch für Ingo die richtige Entscheidung war. Die Alpen laufen uns nicht weg und sind im nächsten Jahr auch noch da. In diesem Sinne ist nach dem AlpenX auch schon wieder vor dem AlpenX.

Trainingsmäßig ging es in den letzten Tagen darum, die Belastung aus dem Frankenwald aus den Beinen zu bekommen. Lockere Einheiten auf der Rolle und kürere Fahrten zur Arbeit waren dazu angesagt. Am Wochenende steht wieder eine längere Flachetappe an. Entweder wird es wieder der geliebte Teufelsberg oder doch endlich mal wieder die 100km Runde um den Schwielowsee! Mal schauen was Thomas so sagt.
 

Neuer Eintrag am 07.07.08

die Schwielowseerunde, ein weiterer Klassiker unserer Trainingsrunden rund um Berlin
 

Die Schleusenbrücke in voller Pracht, das ist der Start- und Zielpunkt der Schwielowsee Runde. Immer wenn es knackig werden soll, nehmen wir die 100 km Runde in Angriff. Fahrzeit ca. 04:30 für ca. 98 km und 900 hm. Eine ausführliche Beschreibung der Tour gibt es in einem eigenen Artikel. 

Für uns war es ein Test, wie wir das Frankenwald Training verarbeitet haben, weil die Tour immer Maßstab für unseren Fitnesszustand war. Normalerweise sind wir am Ende ganz schön durch und rollen die letzten 10km nur noch mit schweren Beinen nach Hause. Gestern lief es aber bis zum Schluss locker durch und wir waren zwar ko, aber haben gespürt, dass die Alpen kommen können. Thomas hat am Vortag mehr oder weniger aus Versehen noch mal flache 62 km trainiert, obwohl er nur ne kurze Runde zum Griebnitzsee wollte und ich war am Freitag 75 km auf der Rolle unterwegs. Nun steht die letzte Trainingswoche an, bevor wir die letzten Tage vor der Tour noch mal ausgiebig regenerieren und nur noch ganz leichte Einheiten fahren werden. Es fängt schon an zu kribbeln und wir wollen, dass es endlich losgeht. Ich habe seit Anfang des Jahres dann ca. 6500 km in den Beinen und knapp 25000 hm. Mehr als die Hälfte der Kilometer kommen von der Rolle. In diesem Sinne stürzen wir uns in die letzten Tagen.
 
 

neuer Eintrag zum 10.07.

die Spannung steigt allmählich. Nun sind es nur noch 10 Tage. Am Wochenende wird schon mal probe gepackt und ein letzter Check Up am Bike vorgenommen. Nun haben wir schon genug Tages- und Mehrtagestouren unternommen, aber für einen AlpenX kribbelt es dann doch wieder im Bauch.

Die letzten beiden Tage stand Rollentraining auf dem Programm. Die Zeit des harten Trainings sind vorbei. 2 x 75 km locker dahingerollt. Wir spüren alle, dass die Fitness da ist. Nun darf keiner mehr krank werden das wäre eine Katastrophe. So viel Obst wie zur Zeit habe ich selten gefuttert. Aber Vitamine sind wichtig und können vom Körper eingelagert und gespeichert werden.

 

neuer Eintrag am 12.07.

gestern bin ich auf der Rolle noch mal 75 km gerollt und weil es so locker lief, hab ich noch eine K1 und 5 K3 Intervalle eingebaut. Das hat super Spaß gemacht und ich fühl mich richtig fit! Heute sortiere ich schon mal den Rucksack und das Zeug, dass mit soll. Für´s GPS muss noch eine zusätzliche Speicherkarte her und gegen Mückenstiche wollte ich mir auch noch etwas besorgen.

neuer Eintrag am 14.07.

die Wettervorhersage sieht sche... aus. Regnerisch soll es werden. So ein Mist

neuer Eintrag am 15.07.

die Spannung steigt und die Aussichten auf´s Wetter machen uns Sorgen. Zwischen einem Hoch über Südeuropa und einem Tief über Mittel- und Nordeuropa entladen sich an den Alpen Unmengen an Wasser und Schnee. Teilweise gab es einen Meter Neuschnee in 2600 Meter Höhe. So hoch wollen wir dieses Mal nicht hinaus, aber auch der Regen kann uns die Tour vermasseln. Ich habe für das GPS schon mal Abkürzungen und Ersatzrouten zusammen gestellt, dass wir ggfs reagieren können. So ein Mist, das ganze Jahr haben wir uns vorbereitet und nun die stärksten Regenfälle seit Monaten. An der Zugspitze kam es zu einem dramatischen Vorfall. Beim Extremlauf auf die Zugspitze sind am Sonntag 2 Teilnehmer ums Leben gekommen. Sie sind kurz vor dem Ziel in Schnee und Kälte gekommen und haben die Strapazen nicht überlebt. Diese Seite des Sport blendet man ja oft aus, aber es kommt leider immer wieder zu solchen Vorfällen. Wir nehmen es für uns als Warnung, nicht auf Teufel komm raus etwas zu erzwingen.

Mal schauen, wie sich die nächsten Tage entwickeln. Trainingstechnisch steht jetzt nur noch lockere Belastung auf der Rolle auf dem Programm, ein, zwei Stündchen und dann ordentlich Kohlenhydrate bunkern, damit die Speicher voll sind und wir erholt in die Tour gehen.

neuer Eintrag am 17.07.

das Wetter bestimmt das Geschehen. Die Aussichten haben sich etwas gebessert, aber so ganz super wird es nicht werden. Vor allem die ersten Tage müssen wir mit Regen rechnen und zumindest nassen Trails. Die Spannung steigt und eigentlich wäre es das beste, wenn es jetzt losgehen würde. Das Gepäck ist gecheckt, der Rucksack schon drei, vier mal gepackt, ausgepackt, neu gepackt. Ich hoffe wir beruhigen uns, wenn wir dann endlich auf dem Bike sitzen.

 
neuer Eintrag zum 21.07.
wir gehen auf Tour. Hier der Bericht zum 1. Tag
 
1. Tag zum Alpencross 08
 
Start zu unserem Saison Highlight. In Berlin geht es am Sonntag vormittag los. Der Bus ist gepackt und nachdem Peter seinen Schlüssel wieder gefunden hat, geht es dann auch schon los. Als wir in Ehrwald ankommen, regnet es schon, aber wir sind ja auch zum Wettersteingebirge gefahren.
 
 

Auch am nächsten Morgen regnet es zum Start, aber das hatten wir erwartet. Pünktlich um 8 Uhr rollen wir vom Hof und biegen nach kurzer Asphaltstrecke in den Wald. Wir sind auf Tour! 


 

schon nach ein paar Kilometern bessert sich das Wetter. Nun ist es nur noch von unten nass und wir nehmen die ersten Anstiege zum Fernpass hinauf.
 
Es geht gut voran. Aber in Regenklamotten steigt der Puls einfach um 7, 8 Schläge an und wir machen etwas langsamer. Thomas verliert seine Brille, aber Sonne ist eh nicht in Sicht. Also geht es weiter. Der Fernpass selbst ist nicht sonderlich hoch, es geht vielleicht 300hm bergan. Aber das ist zum Einrollen genau richtig. Nachdem wir auf 1200 Metern sind, verbraten wir erst mal gleich wieder die gesammelte Höhe und stehen am Eingang des Tegetals. Ab jetzt geht es zur Sache.
 
Hier geht es ca 4 km mit bis zu 21% den Berg hoch. Wir schieben viele Stücke, u.a. weil es durch die Nässe sehr glatt ist und auf den freien Felsplatten kein Halt zu finden ist. Auf halben Weg den der erste und einzige Platten der Tour. Aber das ist schnell erledigt, neuer Schlauch rein, fertig und weiter. Jetzt können wir ca 5km gut fahren, dann wird es den letzten km noch mal richtig steil. Thomas fährt das gesamte Stück, ich will mir die Kräfte einteilen und schiebe zwischendurch immer mal wieder. Oben auf dem Dirstentrittkreuz sehen wir woher der Name kommt. Aus Steinen ist ein riesiges Kreuz gelegt, das man eigentlich nur aus der Luft erkennt.
 
 
Nun folgt eine Superabfahrt nach Tarenz, über Schotterwege, verblocke Pfade, Wasserläufe und durch den Wald, das war die Anstrengung wert. Der Schlenker hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wir hätten ohne Problem einfach durchs Tal fahren können, aber dieser Berg war es wert. In Obertarenz bekommen wir im Gasthof Flür ein super Mittagessen von einer ganz herzlichen Oma. Die Sonne strahlt und wir können sogar die Bikes etwas vom groben Schlamm befreien. Dann geht es auf die letzten Kilometer bis nach Imst, kurz vor Landeck.
 
 
 
 
 
 
am Nachmittag kommen wir in Imst an. Das Haus ist in Ordnung, die Gastleute sind halt Österreicher. Aber für eine Nacht.
 
 
Den ersten Tag haben wir gut geschafft. Jetzt etwas regenerieren, dann schön essen gehen und versuchen gut zu schlafen.
hier die Tour-Daten:
 

2. Tag zum Alpencross 08
 
Heute geht es von Landeck über die Kajetansbrück und die Norbertshöhe nach Nauders. Es ist immer noch etwas regnerisch aber für eine Überführungsetappe ist es in Ordnung.
 
 
Wir haben einigermaßen geschlafen. Durch die Anstrengung wachtman zwischendurch immer mal wieder auf, aber es hat gepasst und nach einemvernünftigen Frühstück sind wir kurz nach 8 los gefahren. Die heutige Etappeführte durch das Inntal über Pfunds und die legendäre Kajetansbrücke ohne großeSteigung mit einem kurzen Schlenker in die Schweiz bis nach Martina.
die Kajetansbrück von unten und von oben
 
 


 
Dann der Schlenker in die Schweiz
 

 
nach 8 km in der Schweiz gab es 12 Kehren hoch auf dieNorbertshöhe. Es war eine mäßige Steigung und der einzig sinnvolle Weg nachNauders hoch. Oben in Nauders hatten wir dann die italienische Rennradltruppeim Porfi Outfit wieder eingeholt und sind schon früh in Nauders eingefahren.
 
 
 
 
Es war Zeit zum Mittag Essen und da wir noch den ganzenNachmittag Zeit hatten, haben wir entschlossen, dass wir mit der Gondel zurBergkastelalm hochfahren. Von dort gab es dem Augenschein nach schöneTrailabfahrten zurück nach Nauders.
 
 
 
Die Abfahrt war dann nicht spektakulär, aber es war eine netteBelohnung für die flotte Fahrt von Zams nach Nauders. Die Unterkunft lag direktan der Hauptstraße und war nicht sonderlich gut, aber hinterm Haus gab es einenGartenschlauch mit Warmwasser, so dass ich mein Bike gründlich reinigen konnte.Nach den beiden Tagen mit Regen war das ganz gut, ausserdem hat man dabei dieGelegenheit, das ganze Bike auf eventuelle Schäden durchzuschauen. Am Abend gabes dann ein nette Essen im Schloß Nauders (siehe Bild oben) und so war auchdieser Tag gut gefüllt. Hier noch die beiden Aufzeichnungen mit dem ersten Teildes Tages (hier müssen 800hm abgezogen werden) und dem Downhill am Nachmittag.
 
 
wer mehr über Biketouren oder Bikeurlaub erfahren möchte, kannmir gerne eine Mail schicken, unter berlin[Klammeraffe]sportreisen[Punkt]de bin ich erreichbar. Ab September 2008werden wir unser Bikeangebot auch online haben, dann auf die www.sportreisen.comklicken.
 
3. Tag zum Alpencross 08
 
heute gibt es die erste richtige Highlight Tour. Von Nauders über den Plamort zum Reschensee, ins Vinsgau nach Glurns und über den Zugtrail bis nach Goldrain.
 
 
der 3. Tag unseres Alpen Cross sollte einer der emotionalsten und eindrucksvollsten werden. Wir wussten schon durch die Planung, dass wir heute großartige Momente erleben würden, aber das es der Art schön werden sollte hätten wir nicht erwartet.
 
Das erste Highlight nach der Auffahrt ist die Überquerung des Alpenhauptkamms. Für einen Alpencross immer der magische Moment, wenn man von Norden kommend den in dieser Region höchsten Punkt überschreitet um dann auf die Alpensüdseite zu fahren. Da es unser erster Alpencross war, hatten wir uns für eine mittelschwere Überquerung entschieden, die aber vom Eindruck den Klassikern in nichts nachsteht. Hier ein Eindruck von der Anfahrt auf den Plamort:
 
 
in unserem Fall war die ÜBerquerung des Alpenhauptkamms gleichbedeutend mit der ÜBerquerung der Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien. Die stummen Zeitzeugen erzählen gruselige Geschichten über das was hier in den Kriegen alles passiert ist. Martialische Grenzanlagen, Schießscharten, Bunker und das über den gesamten Bergrücken. Es sind Zeugen aus einer anderen Welt, die man heute gar nicht mehr verstehen kann. Hier ein paar Bilder dazu:
 
 
 
 
 
 
danach ging es weiter Richtung Plamortspitze, was das 2. Highlight des Tages werden sollte. Ein eindrucksvoller Blick vom Plamort über den Reschensee in die Ortlergruppe. So etwas sagenhaftes hatte ich vorher noch nicht gesehen.
 
Wir haben beschlossen, dass diese Region, das Dreiländereck zwischen Ö, I und der Schweiz noch einmal für ein verlängertes Wochenende besucht werden muss. Die nächste Trailabfahrt sollte uns in dieser Entscheidung bestätigen. Aber erst einmal zurück zum Highlight Nr. 2. Die Plamortspitze muss im Bild fest gehalten werden. Schaut selbst:
 
 
 
Nachdem wir unsere Gefühle wieder einigermaßen eingefangen hatten suchten wir den Einstieg zum ersten Trail. Ich hatte ihn in der Tourenbeschreibung eines Schweizer Bikers gefunden, der glücklicherweise eine GPS Aufzeichnung davon gemacht hatte. Als ich unsere Vinschgauer Bikefreunde fragte, ob einer den Trail kennt oder schon mal gefahren ist, kamen ausweichende Antworten. Nie gesehen, kenn ich nicht, sieht gut aus, hab ich aber noch nicht gefahren. So in dem Stil waren die Antworten. So war es also ein bisschen Abenteuer, als wir vom Forstweg zwischen die Sträucher abbogen, ohne zu sehen, wohin der Weg führen würde. Es galt ca 450 hm zu vernichten und es war ein absoluter Top Trail, genau das richtige Gefälle mit genau dem richtigen Schwierigkeitsgrad für uns. Imme
 
 

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