Nachdem wir nun im dritten Jahr regelmäßig Biken, soll die große Herausforderung angegangen werden. Wir wollen über die Alpen. Wir, dass sind Peter, Ingo, Thomas und Klaus.
Die Idee war natürlich schnell geboren, weil ein Alpencross so etwas wie der Ritterschlag für einen Biker ist. Aber so ohne Erfahrung und Training geht es nicht. Deshalb haben wir uns allmählich an das Thema rangearbeitet und sind in der ersten Zeit erst einmal rund um Berlin mit dem Bike unterwegs gewesen, waren im wunderschönen Schlaubetal (Endstromtal in der Nähe von Eisenhüttenstadt) und im Thüringer und Frankenwald.
Dann gab es die ersten Ausfahrten ins Allgäu. Unter dem Guiding von Klaus Stöhr (www.faszination-transalp.de) haben wir sowohl Fahrtechnikknowhow als auch Höhenmeter gesammelt. Klaus hat sich in vielerlei Hinsicht als wunderbarer Tourbegleiter und Ausbilder gezeigt. Einer der den MB Sport lebt und liebt!
Mit dem regelmäßigen Training und den Ausfahrten war uns bald klar, dass wir den Alpencross in Angriff nehmen wollten. Bücher wurden gewälzt, Tourenberichte gelesen, GPS Geräte angeschafft und die ersten Tourenvorschläge ausgearbeitet. Zwischendurch gab es dann eine 3 Tages Tour in der Schweiz unter "Realbedingungen". D.h. Regen, Sonne, verschlammte Trails, rutschige Feldplatten usw.. Insgesamt waren es alles wertvolle Erfahrungen, die uns anspornten, aber auch immer wieder zeigten, dass die Natur ansagt, wo es langgeht.
Nachdem wir uns für eine mittelschwere Tour von Ehrwald, via Landeck, Nauders, Reschenpass, durchs Vinschgau und übers Grauner Joch nach Andalo und zum Gardasee mit insgesamt ca. 10.300 hm und 410 km entschieden hatten ging es im Winter 07/08 an die konkrete Ausarbeitung und an das gezielte Training. Da jeder von uns normal arbeitet und mit Familie und Freunden planen muss, will die Zeit gut eingeteilt sein um ausreichend km und vor allem hm in den Beinen zu haben. Wir waren uns einige darüber, dass wir nicht nach dem dritten Tag ausgelaugt über die Trails schleichen wollen. Wir wollen eine entspannte Tour fahren, bei der wir körperlich in Anspruch genommen werden, aber immer auch das Erlebnis genießen können.
Hier um Berlin herum ist es schwer, Höhenmeter zu sammeln, wir können hier prima Feierabendrunden von 1,5-2,0 Std. und WE Touren von bis zu 6 Stunden fahren, aber Höhenmeter kommen dabei nicht zusammen. Deshalb war uns klar, das wir so oft es möglich ist, in die Berge fahren um die notwendigen Höhenmeter zu sammeln.
Der Plan war, hier in Berlin durch Feierabendrunden, Rollentraining
und langen Ausfahrten am WE die Grundlagenausdauer herzustellen. Dazu
so oft es machbar ist Technikeinheiten und Kraftausdauertraining an den
Havelbergen einzubauen. Dazu sollten mehrer langen WE im Vinschgau und
im Frankenwald dazu kommen, bei denen wir drei, vier Tage täglich
zwischen 1000 und 2000 hm sammeln wollten um unseren Rhytmus für die
Berge zu finden. Im Prinzip haben wir das auch ganz gut hinbekommen,
leider nicht ganz so oft wie erhofft, aber trotzdem sind diese
Erfahrungen klasse, weil es natürlich nicht nur Training, sondern auch
Spaß macht, durch die Berge zu cruisen, Trails zu surfen, oder mal 1200
hm am Stück zu klettern.
In den 2 1/2 Jahren habe ich gelernt, dass Training nur dann Sinn macht, wenn es geplant und zielgerichtet stattfindet. Wildes drauflosbolzen und fahren am Limit oder im roten Bereich bringt einen nicht wirklich weiter, sorgt manchmal sogar für frustrierende Rückschläge. Erst als wir angefangen haben, Einheiten im 2er und 3er Rhytmus zu planen, d.h. 2 Tage mit zunehmender Belastung, Ruhetag, 3 Tage mit zunehmender Belastung, Ruhetag und denselben Rhytmus im Wochenverlauf umzusetzten haben wir uns nachhaltig verbessert. D.h. wir haben spürbar unsere Kondition und Kraftausdauer verbessert, sind aber auch nicht mehr so anfällig für Infektionen oder "Übertraining" geworden. Es macht also Sinn, sich mit Trainingslehre ebenso zu beschäftigen wie mit Tourenbüchern und Berichten. Ein gutes Zeichen war immer, dass wir zunehmend weniger von der Qualität unserer Bikes oder dem Zubehör abhängig wurden. Sind wir Anfangs noch mit den teuersten Hosen(polstern) oder mit den modernsten Griffen und Handschuhen unterwegs gewesen, sind wir mittlerweile weniger abhängig davon. Ich fahre inzwischen Handschuhe ohne jedes Polster und habe meine Ergogriffe abgeschraubt und gegen ganz normale Schraubgriffe getauscht. Bei den Bikehosen ist es mittlerweile egal, welche wir nehmen, Hauptsache sie ist angenehm zu tragen und sitzt gut.
Trotzdem achten wir sehr auf unsere Bikes und die angebauten Teile. Wir wollen natürlich nicht mit 14 Kilo schweren Humpen über die Alpen, aber haltbar sollen die Rahmen, Felgen, Reifen, Lager und Antriebsteile schon sein. Auch hier hat sich bewährt, dass wir alles früh genug unter härteren Bedingungen gefahren haben und so unsere eignen Erfahrungen mit den Parts gemacht haben.
Nun sind es noch gut 5 Wochen bis zum AlpenX und ich werde mal versuchen mehr oder weniger regelmäßig unsere Aktivitäten bis dahin festzuhalten. Vielleicht hat der ein oder andere von Euch ja noch eine schicke Idee, oder Kommentar dazu. Während des AlpenX will ich dann tgl unsere Erfahrungen schildern.
heute bin ich alleine eine Trainingsrunde zum Teufelsberg gefahren. Die anderen sind unterwegs oder habe andere Verpflichtungen. Das Wetter ist perfekt. Nach wochenlanger Hitze hat es in den letzten Tagen endlich wieder etwas geregnet und die Wege sind deutlich leichter zu fahren, weil der Sand nun wieder festen Untergrund bietet. Die Temperatur am Morgen war bei 12 Grad, aber das ist zum biken prima. Entsprechend gut läuft es und ich muss immer wieder aufpassen, dass ich nicht zu schnell fahre. Der Puls zwischen 130 und 150 ist für mich prima, da fühl ich mich am wohlsten. Zum Ende der Tour häng ich noch einen Schlenker auf Asphalt dran, zum einen macht Ausrollen Sinn, zum anderen wollte ich mir noch eine neues Verbindungsstück für eine neue Tour anschauen. Hier noch die Beschreibung der heute gefahrenen Tour.
TEUFELSBERGRUNDE Knapp 80 Kilometer von Stahnsdorf zum Berliner
Teufelsberg und zurück nach Stahnsdorf. Die Strecke startet an der
Schleusenbrücke in Stahnsdorf, geht am Teltowkanal entlang bis zum
ehemaligen Grenzübergang bei Teerofen. Dann für ca. einen Kilometer ein
super schöner, flowiger Singeltrail. Von dort ein paar Kilometer auf
dem alten Mauerweg bis nach Wannsee. Ein kurzes Stück bis zur
Havelchausee und dort dann wieder rein in den Wald. Hier nehmen wir die
Havelberge in guter alter Annette Humpe Manier ("die Havelberge hoch
und runter)". Das sind tolle Forstwege, die sich prima fahren lassen.
Dann am Teufelsee vorbei zum Teufelsberg. Der ist dann immerhin 120
Meter hoch und um auf ein paar Hohenmeter zu kommen, fahren wir in zwei
drei Mal. Dann geht es auf flachen den Forstwegen wieder zurück, vorbei
am Strandbad Wannsee und dann zum Löwendenkmal in Wannsee. Das waren
dann ca 46 km und es gibt eine Pause. Wir starten wieder mit einem
kurzes Stück an der Havel entlang, bis wir wieder nach links in den
Wald abbiegen. Das ist ein ständiges hoch und runter bis wir am
Schäferberg oben angekommen sind. Das kostet etwas Körner, weil die
kurzen Anstiege knackig sind, oder durch weichen Sand führen. Dann geht
es zurück zur Havel und ein kurzes Stück daran entlang bis wir an der
Glieniker Brücke ankommen, von dort aus geht es zum Griebnitzsee noch
mal etwas die "Berge" hoch und dann mehr oder weniger flach Richtung
Ausgangspunkt. Je nach Wetter und Trainignszustand fahren wir die Tour
mit einem 22iger, 23iger Schnitt. Also knapp 3 1/2 Std. reine Fahrzeit
und immerhin ca. 550 hm.
GPS Daten liegen vor und können gerne erfragt werden. Einfach ein mail
an berlin@sportreisen.de schicken. (die Daten gibt´s natürlich
kostenlos).
Heute hab ich ein sehr schöne G1 Rolle vor und während des
Länderspiels D-Ö absolviert. Einzug ins Viertelfinale durch ein super
Tor von Ballack! Glückwunsch!
neuer Eintrag am 17.6. Einsatz von GPS
Heute ist trainingsfrei und deshalb ein kurzer Eintrag zum Einsatz von GPS Geräten bei Tages- und Mehrtagestouren. Ähnlich wie beim Autofahren zeigt das GPS einem auf der Biketour, ob man auf dem richtigen Weg ist, oder ob man sich verfahren hat. Gleich vorweg, ich bin mittlerweile ein großer Fan dieses Hilfsmittels. Es unterstützt einen auf der Tour indem es die Sicherheit gibt auf dem richtigen Weg zu sein und das angestrebte Etappenziel unter normalen Umständen rechtzeitig zu erreichen. Bei kurzen Touren in der näheren Umgebung mag das noch nicht als besonders wichtig erscheinen, aber ich hatte einmal ein Schlüsselerlebnis auf einer 3 Tages Tour in Österreich und der Schweiz. Am zweiten Tage waren Stefan, Bernd und ich auf dem Weg zur Heidelberger Hütte und wir waren schon ca 7 Stunden unterwegs, als wir zu einem längeren Schiebestück kamen. Nachdem wir ein Stunde geschoben hatten und uns an einer Gabelung für eine Richtung entscheiden mussten hatten wir alle schon ziemlich die Nase voll und wollten eigentlich nur noch die Hütte erreichen. Unter normalen Umständen hatten wir noch ca 1 Std vor uns. Die Sonne war längst untergegangen und wir wussten, dass es in ca. 1,5 Std dunkel werden würde. Nachdem wir ca 20 Minuten geschoben hatten, sagte Bernd plötzlich: "ich glaube wir sind falsch". Dieser Satz war zum einen frustrierend, zum einen zeigt er, wie schnell man auf einer scheinbar unproblematischen Tour in Verlegenheit kommen kann. Zum anderen verunsichert er total. Wir waren ko durch die lange Tour und durch diese Äußerung kam so viel Verunsicherung auf, dass ich mir geschworen habe, dass mir so etwas nicht noch einmal passiert. Schlußendlich waren wir dann doch auf dem richtigen Weg gewesen, aber die 15 Minuten bis zum nächsten Wegweiser waren kein wirklicher Spaß.
Grundsätzlich ist das GPS ein Hilfsmittel zur Orientierung. Es ist als Ergänzung zu den üblichen Papierkarten einzusetzten. Folgende vier Punkte sind für mich besonders wichtig geworden.
1. vor einer Tour spielt man einen sogenannten Track auf das GPS, der die gesamte Tour auf dem Bildschirm abbildet. Gleichzeitig bekommt man seine eigene aktuelle Position permanent angezeigt. Befindet man sich genau auf dem richtigen Weg sind Track und eigene Position deckungsgleich. Hat man sich verfahren, sieht man die eigene Position neben dem Track und kann korrigieren. So hat man ständig die Bestätigung, dass man auf Kurs ist. Außerdem entfallen die lästigen Stopps an Kreuzungen oder Weggabelungen, an denen man entscheiden muss, wie es weitergeht. Man radelt einfach der Spur im GPS nach. Das spart Zeit die man bei Touren manchmal nicht hat (siehe Beispiel oben) und man bleibt im Rhythmus, weil man nicht an jeder Gabelung anhalten muss, die Papierkarte rauszerrt um zu entscheiden wo es langgeht. Man fährt, als ob man die Tour in und auswendig kennt.
2. Thema Sicherheit. Passiert ein Unfall, kann man auf dem GPS die exakte Position in Längen- und Breitengrad ablesen und dem Rettungsdienst per Handy mitteilen, die Rettungsdienste arbeiten alle auch mit GPS. Sie geben die Koordinaten in ihr eigenes GPS ein und haben damit die Position des Verunfallten auf ihrem Gerät. Mit der GOTO Funktion machen sie sich auf den Weg; das spart enorm viel Zeit! Oder kommt man z.B. in schlechtes Wetter und muss die Tour abbrechen oder umplanen, kann man mit dem GPS eine Alternativroute hochladen, oder am GPS ständig überprüfen, ob man die gewählte Abkürzung immer noch korrekt einhält.
3. Dokumentation. Während der Fahrt kann man das GPS die gefahrene Tour aufzeichnen lassen. So dokumentiert man "seine" Tour und kann später genau nachlesen, wie viel Höhenmeter man zurückgelegt hat, wo der steilste Anstieg war, wo man eine schöne Hütte gefunden hat, welche Durchschnittsgeschwindigkeit man gefahren hat etc.. Kaum eine relevante Größe, die man nachher nicht nachlesen kann. Dazu kann man die Tour als Google Earth Track abspeichern und dann den Freunden stolz bei Google Earth zeigen wo man geradlt ist. Wer mag, kann dann auch noch Fotos hinterlegen und so eine tolles Archiv anlegen.

Ein paar Punkte sollte man beim Einsatz von GPS beachten.
nachdem man vier, fünf Touren in bekanntem Gebiet mit dem GPS "trainiert" hat, ist man fit und kann das Gerät sinnvoll einsezten. Fragen zu diesem Thema gerne als Mail an berlin[Klammeraffe]sportreisen[Punkt]de
Neuer Eintrag am 18.06.
Neuer Eintrag am 19.6.
Noch 4 Wochen, dann geht es los! Alle sind gesund und fit. Nächstes Wochenende geht es in den Frankenwald um drei Tage am Stück zu biken. Heute stand unsere beliebte Feierabendrunde zum Löwen an. Zusammen mit Thomas war ich super schön unterwegs. Hier die Beschreibung der Runde: heute sind ca 24 Grad, es hat ein bisschen geregnet und die Trails sind schön fest. Während der Tour tröpfelt es ab und zu etwas, aber nicht weiter dramatisch.
Ach ja, super Fussi gestern Abend, wer hätte gedacht, dass unsere Jungs die starken Portugiesen derart cool aus dem Turnier kegeln! Glückwunsch!!!! Dickes Lob an die Trainer, die mit der Aufstellung der Doppel 6 alles richtig gemacht haben. Hat das Spaß gemacht, Poldi, Schweini und Ballack beim Wirbeln zu zu gucken!
Jetzt aber:
Sie dauert immer etwas mehr als zwei Stunden, je nach dem, welchen Schlenker
wir dranhängen oder weglassen. Wir mögen sie deshalb alle so, weil sie sich aus
unserer allerersten Runde entwickelt hat, die wir mit den Bikes gefahren sind.
Anfangs hatte sie nur 20km, dann 30 und nun eben die besagten 50-55 km.
Es geht wieder an der Schleusenbrücke los und gleich durch den Wald nach
Teerofen zum ehemaligen Grenzübergang. Nach wie vor erkennt man hier die alten
Grenzanlagen der deutsch deutschen Grenze und ich bin bei meinen allerersten
Berlinbesuchen auch noch über diesen Übergang nach Berlin reingefahren. Dann kam
recht bald der Übergang Dreilinden, den die meisten von uns kennen, wenn sie von
Westdeutschland nach Berlin kamen. Gleich nachdem wir den Teltowkanal überquert
haben geht es wieder auf meinen Lieblingstrail auf dieser Strecke. Schöne
langezogene Kurven, etwas wellig, aber immer mit viel Druck auf dem Pedal zu
fahren. Nur Wildschweine dürfen einem nicht in die Quere kommen. Dann ein Stück
auf dem Berliner Mauerweg und ein kurzes Stück quer zurück Richtung Potsdam zur
Friedrich Prinz Leopold Brück, die uns an den Griebnitzsee bringt. Hier haben
wir wieder eine leichte Steigung und schöne breite Forstwege zum entspannten
langbrettern. Am Ende des Griebnitzsees ist man dann auch schon fast an der
Glienicker Brücke. Kurz davor biegen wir nach rechts zur Havel ab und fahren ca
8 km an der Havel entlang, wobei wir immer mal wieder einen kurzen Abstecher in
den Wald machen um nicht nur flach zu fahren. Der Wendepunkt der Tour ist dann
beim "Seehasen" gegenüber vom Strandbad Wannsee. Bekannt auch durch das
Löwendenkmal. Hier gibt es eine kurze Pause und wir waren zwischen 01:03 und
01:10 Std. unterwegs. Der Schnitt liegt zwischen 23,5 und 26 km/h. Das ist schon
recht flott, dafür das kaum Asphalt dabei ist und es immer wellig voran geht.
Der Rückweg geht erst einmal wieder an der Havel zurück zur Glienicker Brücke,
dort dann wieder am Griebnitzsee entlang zum Prinz Leopold Kanal. Kurz danach
überqueren wir wieder den Teltowkanal um durch den Wald mit super schönen Trails
bis zur Autobahnbrücke zu kommen. Dort muss dann immer der innere Schweinehund
überwunden werden, weil es eine schicke Abkürzung gibt, die uns gleich auf das
Schlussstück bringen würde, oder aber noch mal ein schöner Schlenker durch den
Wald, zwischen traumhaft schönen Kornfeldern durch und dann am weltbekannten
Südwestfriedhof (u.a. Zille, Siemens, etc liegen da) etnlang um dort dann auf
das Schlussstück zu kommen. Es führt zwischen den Friedhöfen auf einem
Singletrail hindurch. Er ist so flowig, leicht ansteigend mit super festem
Boden, so dass man noch mal richtig Vollgas gibt und am Ende quasi aus dem Wald
herausgeschossen kommt. Klasse. Am Schluss geht es dann wieder runter Richtung
Autobahn, am Teltowkanal auf einem flotten Trail bis zur Schleussenbrücke. Das
waren dann insgesamt ca 50 Kilometer und zwischen 01:57 und 02:10
Std.

neuer Eintrag am 21.06.08
heute war zum Abschluss des 3er Pakets noch mal die Wannseerunde dran. Das Wetter ist perfekt, ca. 22 Grad, am Vormittag hat es leicht geregnet, dadurch ist der Boden noch fester und griffiger. Ich hab mich schon im Laufe des Tages entschieden, die Wannseerunde mal ganz flach gefahren. Ich wollte keinen hohen Puls fahren und mgl gleichmäßig ein recht konstantes Tempo zu fahren ohne an den Hügeln all zu sehr in den hohen Pulsbereich zu kommen. Das hab ich dann auch geschafft und zu keiner Zeit stieg der Puls über 158. Im Durchschnitt waren es dann nachher 138 / min.. Insgesamt ging es locker und nachher war es dann doch wieder ein guter 25,6er Schnitt. Am Samstag ist Pause und am Sonntag wollen wir wieder den Teufelsberg knacken.
neuer Eintrag am 22.06.08
Neuer Eintrag am 30.06.
einige Tage konnte ich keinen Eintrag vornehmen, zum einen, weil es nichts zu sagen gab, zum anderen, weil wir seit Donnerstag Abend im Frankenwald zum Training waren. Nun hier die Zusammenfassung der letzten drei Tage.
Der Frankenwald bietet insgesamt 7 gut ausgeschilderte Touren für die es mittlerweile auch GPS Daten gibt. Alle Touren haben mind. mittleren Anspruch, lassen sich aber ohne Probleme durch Kombination zu schweren bis sehr schweren Touren zusammen stellen. Jeder der denkt, der Frankenwald ist doch nur ein Mittelgebirge mit max 850 Meter hohen Bergen sollte sich nicht täuschen lassen. Die Touren sind wirklich anspruchsvoll und bieten neben richtig steilen Anstiegen auch schöne Singletrails und tolle Teilstrecken zum Cruisen. Schaut dazu auch die Bildergallerie "Frankenwald", wenn´s klappt laden wir auch noch ein, zwei Videos hoch.
Donnerstag Abend ging es gegen 18 Uhr in 2 1/2 Stunden von Berlin nach Schwarzenbach am Wald. Dort wohnen wir immer sehr familiär in einer kleinen Wohnung bei Familie Weber. Wer dazu mal die Daten braucht, kann sich gerne melden. Wir waren fast in kompletter Alpentour Stärke vertreten. Ingo, Thomas und Klaus.

Wir hatten uns dafür entschieden am ersten Tag die leichteste der schweren Touren zu fahren und am Samstag und Sonntag die beiden schweren Touren. So stand am Freitag die Tour durchs Steinachtal auf dem Programm, am Samstag die Rodachtalrunde und am Sonntag ging es zum Döbraberg. Für den Freitag waren es 38 km mit 1228 hm. Am Samtag 48 km mit 1528 hm und am Sonntag 51 km mit 1507 hm.
Der Freitag fing gleich mit einem Platten an. Mein Tubless System hat nach nur 8 Wochen an Dichtigkeit verloren und hielt die Luft nicht mehr. Zum Glück muss man nur einen Schlauch einziehen und kann dann ganz normal weiter fahren, also kein großes Drama, nur gleich mal 15 Minuten Zeitverlust. Wir ließen es locker angehen und kam gut voran. Kalkuliert war ein 11,5 bis 12,5 Schnitt, am Ende haben wir es auf 14,03 gebracht, was vor allem dem guten und trockenen Boden zu verdanken war. Wir kennen den Frankwald auch mit zähem Geläuf! Die Tour selbst ist klasse, vor allem durch das Steinachtal hat man tolle Landschaft mit schönen Eindrücken. Das die Tour gleich mit einem extrem steilen Anstieg starten sollte hatten wir nicht erwartet. Wie sich zeigen sollte, verfolgte uns dieses Ungemach aber das ganze Wochenende. Für Thomas und mich war die Runde recht locker zu fahren, wir waren gut vorbereitet und spürten, dass die Trainingsfahrten rund um Berlin erfolgreich waren. Ingo bekam Rückenschmerzen, weil er sonst wenig mit Rucksack fährt. Für ihn war es zäh, weil er viel Spinning und Laufen trainiert hat, aber wenig auf dem Bike unterwegs war. Dadurch fehlte ihm die bikespezifische Belastung und er verkrampfte, was doppelte Kraft fordert. Am Ende der Tour war er ko aber froh, dass er durchgehalten hat.
Am Samstag sollte es durchs Tal der wilden Rodach gehen. Beim Frühstück hat Ingo erklärt, dass er nicht mitfahren kann, weil die Rückenschmerzen über Nacht extrem stark wurden und dass er auch nicht glaubt, die Transalp mitfahren zu können. Wir waren ganz schön geplättet, weil wir damit nicht gerechnet hatten und auch immer davon ausgegangen sind, das Ingo von uns allen die meiste Kondition hat, da er schon jahrelang Ausdauer trainiert und auch ansonsten sehr bewusst und sportorientiert lebt. Aber unter Schmerzen zu fahren macht natürlich keinen Sinn und wenn der Kopf sagt es geht nicht, dann ist nicht mehr viel zu machen. So sind Thomas und ich alleine losgezogen und haben uns den Einstieg zur Rodachtal Runde gesucht. Eine kleine Schneise zwischen den Büschen sollte es sein, von wo aus es gleich mit 18-20% auf einem schmalen wurzeldurchwachsenen Singletrail los ging. Das ist natürlich ein harter Anfang und nach der Hälfte des Anstiegs war dann auch erst mal Schluss, die Absätze wurden so hoch, dass wir fahrtechnisch nicht mehr mit kamen. Ohne Kenntnis der Strecke glaube ich, dass dieser Trail nur von wenigen Hobbyfahrern zu knacken ist und auch wenn man ihn kennt braucht es eine Menge Technik und Kraft um ganz durch zu fahren. Wir schoben also einige Meter, bis es fahrbarer wurde und kletterten dann die restlich Höhenmeter im kleinen Gang nach oben. Dann rollte es gut, wobei es eigentlich den ganzen Tag bergauf ging, kurzen Abfahrten folgten immer sofort wieder Anstiege, mal langgezogen, mal kurz und knackig. Aber genau so hatten wir uns das ja auch vorgestellt und zum Training war es genau richtig. Wie am Vortag haben wir die Pause nach mehr als der Hälfte der Strecke gelegt, so dass wir nach der Pause nur noch das kürzere Ende zu fahren hatten. Auf den letzten 10 km gab es noch mal einen längeren gleichmäßig steilen Anstieg mit einer rasanten Abfahrt über einen Forstweg und ein schönes welliges Abschlussstück bis zum finalen Trail durch schlammigen Lehm. Entsprechend sahen die Bikes nachher aus. Na ja, dass ist Mountainbiken. Die Tour ist echt knackig, hat aber viel Spaß gemacht und mit 13,5 Std/km hatten wir auch einen guten Schnitt gefahren, der unsere Kräfte geschont hat und trotzdem für gleichmäßiges Vorankommen sorgte.
Am Sonntag Morgen war Ingo gut erholt und traute sich zu, die Abschlusstour wieder mit zu fahren. Eine gute Entscheidung, wie sich im Laufe der Tour zeigen sollte. Rund um den Döbraberg konnten wir von der Haustür aus starten und sind, logischer Weise gleich mal mit einem knackigen Anstieg auf den 850 Meter hohen Berg in die Tour eingestiegen. Dieses Mal sind wir am Stück durchgefahren um dann fast 300 hm bergab zu verbraten. An einer Abzweigung konnten wir es nicht lassen und haben einen Abstecher durch den Döbra Fun Trail gemacht. Das ist ein Bikepark mit künstlich angelegten Schwierigkeiten, die technisch ganz schön anspruchsvoll sind. Neben einem technischen Bergabtrail müssen Brücken überwunden werden, Holzstege entlang gefahren werden, auf welligem Terrain enge Kurven gefahren werden, Spitzkehren trainiert werden usw. Es macht richtig Spaß und schult ungemein, eigentlich sollte man so etwas viel öfter machen.

Danach rollte die Tour durch super schöne Täler dahin, ein Schlenker nach dem anderen, immer wieder über einen Bergrücken ins nächste Tal, gleichmäßige Anstiege mit 10-15%, sanfte Abfahrten, es war total entspannt. Thomas hat Ingo noch ein paar Tipps zum entspannten Fahren, Schalten und Klettern gegeben und so war es auch für ihn eine entspannte Tour. Die Mittagspause im Gasthof Fels war dann der Hit. Als ob die ganze weibliche Belegschaft seit Wochen keinen Mann mehr gesehen hat, haben sie sich auf Ingo und Thomas gestürzt. Die Angebot waren eindeutig, aber die beiden blieben standhaft, wir wollten ja zum EM Finale pünktlich wieder in Berlin sein. Die ersten 32 km waren also total entspannt, die zweite Hälfte mit noch einmal 20 km hatte es dann wieder in sich. Wie nicht anders zu erwarten, ging es mit einem steilen Anstieg von 16-20% los und nicht nur 50 hm, sondern ein ganzes Stück. Und dann immer zogen sich die Anstiege ganz schön. Gut, dass wir mit unseren Kräften gehaushaltet hatten und so wurde es kein Krampf, aber doch fordernd. Die letzten drei Kilometer sind wir dann über Asphalt flott ausgerollt, das hat nochmal richtig Spaß gemacht, mit 30-35 km/h leicht ansteigend zu flitzen. Bei bestem Sonntagswetter hatten wir an diesem Tag 1500 hm und 52 km bewältigt, der Schnitt lag bei 13,4 km/Std.
Pünktlich zum Finale waren wir dann zuhause und mussten leider miterleben, wie unsere Mannschaft gegen starke Spanier verloren hat. Die Jungs haben trotzdem allen Respekt verdient. Finalteilnehmer bei einer der stärksten Europameisterschaften ist schon ein Wort!
Für uns waren die drei Tourentage ebenfalls ein Erfolg. Wir wollten testen, ob wir drei Tage hintereinander durchhalten und ob wir in der Lage sind, mit unseren Kräften so zu haushalten, dass wir problemlos weiterfahren könnten. Bei Thomas und mir ist es voll aufgegangen, Ingo muss versuchen in den verbleibenden 3 Wochen so viel wie mgl zu biken um die bikespezifische Belastung zu trainieren. Dann klappt es auch mit dem Alpen X.

Was haben wir noch gelernt? In der Ruhe liegt die Kraft. Mehrtagestouren werden am Ende entschieden. Ein gleichmäßiger Ryhtmus mit gleichmäßigem Puls ist der Schlüssel zum Erfolg. 60-75% der max Belastung sollte nicht überschritten werden, kurze steile Stücke sind ok, wenn man danach rollen kann. Ansonsten schiebt man lieber mal ein steiles Stück. Die Fahrtechnik. Sie beschränkt sich nicht nur auf ruhiges sichers fahren in technischem Gelände, sondern zeigt sich auch bei der Wahl der Gänge. Der Widerstand ist so zu wählen, dass man auf rollenden Stücken locker leicht tritt, immer etwas Druck auf dem Pedal, aber nicht zu viel, auch wenn es bergab geht mitdrehten, dass lockert die Muskulatur. Bei kniffligen Anstiegen nicht sofort auf den leichtesten Gang gehen, ein Ritzel kleiner und man fährt ruhgiger und treibt den Puls nicht durch hektisches kurbeln nach oben. Am besten man spricht es sich selbst vor: "ruhig Brauner, ruhig". Und immer auf den Puls achten. Je nach Leistungsstand zwischen 130 und 145, dann geht es stundenlang dahin. Pausen, das GPS hilft, die nervigen kurzen Pausen abzustellen, man bleibt in Fahrt, trinkt während der Fahrt aus der Trinkblase oder Flasche und macht wenige definierte Pausen zum pinkeln und für einen kurzen Happen. Dadurch behält man seinen Rhytmus und wird außerdem nicht kalt. Eine richtige Mittagspause nach ca 60% der Strecke ist optimal. Dann sind die Kohlehydratspeicher eh leer und müssen nachgefüllt werden und man hat nach der Pause "nur" noch die kürzere Teiletappe vor sich. Locker bleiben. Der Kopf kann einem einen dicken Strich durch die Rechnung machen. Verkrampfung zieht einem die Kraft aus den Waden. Ein Tag Pause ist keine Schande und danach geht es wieder locker weiter. Nach heutiger Erkenntnis waren diese drei Tagen ein super Leistungscheck und ich habe ein gutes Gefühl, dass wir die Alpen knacken werden!
Neuer Eintrag am 04.07.
schlechte Nachrichten für die Mountain Bike Crew Berlin. Einer unserer Mitfahrer muss die Tourteilnahme absagen. Ingo und ich haben heute im Gespräch beschlossen, dass es besser ist, wenn er seine 1. Alpenüberquerung noch einmal verschiebt. Die Gründe dafür sind recht schnell erklärt. Durch Zeitmangel konnte Ingo nicht ausreichend viel auf dem Bike trainieren. Da er an sich der am besten ausgebildetet Ausdauersportler von uns ist, sind wir alle davon ausgegangen, dass er mit weniger Bikervorbereitung die Tour schaffen kann. Nun hat das vergangene Wochenende im Frankenwald aber gezeigt, dass die bikespezifische Belastung doch ausgiebig trainiert werden muss, um für eine Mehrtagestour genügend Reserven und Kraft zu haben. Die fehlende Praxis führt auch bei der Fahrtechnik zu Defiziten, die in kritischen Situationen zu Verkrampfungen führt was dann wiederum an den Kräften zehrt. Da Ingo ein Vollblutsportler ist, wollte er das Team nicht durch verstärkte Rücksichtnahme auf sein Tempo und seine Kraft zusätzlich belasten. Aus diesem Grund haben wir uns auf weitere gemeinsame Touren rund um Berlin und im Herbst im Vinschgau oder Frankenwald verabredet, damit wir im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen können. Es ist sicher eine schwere Entscheidung gewesen, aber wir denken alle, dass es sowohl für das Team, als auch für Ingo die richtige Entscheidung war. Die Alpen laufen uns nicht weg und sind im nächsten Jahr auch noch da. In diesem Sinne ist nach dem AlpenX auch schon wieder vor dem AlpenX.
Neuer Eintrag am 07.07.08
Die Schleusenbrücke in voller Pracht, das ist der Start- und Zielpunkt der Schwielowsee Runde. Immer wenn es knackig werden soll, nehmen wir die 100 km Runde in Angriff. Fahrzeit ca. 04:30 für ca. 98 km und 900 hm. Eine ausführliche Beschreibung der Tour gibt es in einem eigenen Artikel.
neuer Eintrag zum 10.07.
die Spannung steigt allmählich. Nun sind es nur noch 10 Tage. Am Wochenende wird schon mal probe gepackt und ein letzter Check Up am Bike vorgenommen. Nun haben wir schon genug Tages- und Mehrtagestouren unternommen, aber für einen AlpenX kribbelt es dann doch wieder im Bauch.
Die letzten beiden Tage stand Rollentraining auf dem Programm. Die Zeit des harten Trainings sind vorbei. 2 x 75 km locker dahingerollt. Wir spüren alle, dass die Fitness da ist. Nun darf keiner mehr krank werden das wäre eine Katastrophe. So viel Obst wie zur Zeit habe ich selten gefuttert. Aber Vitamine sind wichtig und können vom Körper eingelagert und gespeichert werden.

neuer Eintrag am 12.07.
gestern bin ich auf der Rolle noch mal 75 km gerollt und weil es so locker lief, hab ich noch eine K1 und 5 K3 Intervalle eingebaut. Das hat super Spaß gemacht und ich fühl mich richtig fit! Heute sortiere ich schon mal den Rucksack und das Zeug, dass mit soll. Für´s GPS muss noch eine zusätzliche Speicherkarte her und gegen Mückenstiche wollte ich mir auch noch etwas besorgen.
neuer Eintrag am 14.07.
die Wettervorhersage sieht sche... aus. Regnerisch soll es werden. So ein Mist
neuer Eintrag am 15.07.
die Spannung steigt und die Aussichten auf´s Wetter machen uns Sorgen. Zwischen einem Hoch über Südeuropa und einem Tief über Mittel- und Nordeuropa entladen sich an den Alpen Unmengen an Wasser und Schnee. Teilweise gab es einen Meter Neuschnee in 2600 Meter Höhe. So hoch wollen wir dieses Mal nicht hinaus, aber auch der Regen kann uns die Tour vermasseln. Ich habe für das GPS schon mal Abkürzungen und Ersatzrouten zusammen gestellt, dass wir ggfs reagieren können. So ein Mist, das ganze Jahr haben wir uns vorbereitet und nun die stärksten Regenfälle seit Monaten. An der Zugspitze kam es zu einem dramatischen Vorfall. Beim Extremlauf auf die Zugspitze sind am Sonntag 2 Teilnehmer ums Leben gekommen. Sie sind kurz vor dem Ziel in Schnee und Kälte gekommen und haben die Strapazen nicht überlebt. Diese Seite des Sport blendet man ja oft aus, aber es kommt leider immer wieder zu solchen Vorfällen. Wir nehmen es für uns als Warnung, nicht auf Teufel komm raus etwas zu erzwingen.
Mal schauen, wie sich die nächsten Tage entwickeln. Trainingstechnisch steht jetzt nur noch lockere Belastung auf der Rolle auf dem Programm, ein, zwei Stündchen und dann ordentlich Kohlenhydrate bunkern, damit die Speicher voll sind und wir erholt in die Tour gehen.
neuer Eintrag am 17.07.
das Wetter bestimmt das Geschehen. Die Aussichten haben sich etwas gebessert, aber so ganz super wird es nicht werden. Vor allem die ersten Tage müssen wir mit Regen rechnen und zumindest nassen Trails. Die Spannung steigt und eigentlich wäre es das beste, wenn es jetzt losgehen würde. Das Gepäck ist gecheckt, der Rucksack schon drei, vier mal gepackt, ausgepackt, neu gepackt. Ich hoffe wir beruhigen uns, wenn wir dann endlich auf dem Bike sitzen.
Auch am nächsten Morgen regnet es zum Start, aber das hatten wir erwartet. Pünktlich um 8 Uhr rollen wir vom Hof und biegen nach kurzer Asphaltstrecke in den Wald. Wir sind auf Tour!




